Schmuck mit Charakter – VON AU

Armband VON AU

4. April 2017 • Allgemein

Ein Statement zu sich selbst. Schmuck, der viel mehr ist als nur schön.

Er beschreibt den Charakter, den Mensch und/oder die Stimmung. VON AU ist ausdrucksstark und für die selbstbestimmte Frau – Schmuck, abseits von Massenproduktion. Sebastian Vonderau designt VON AU – Schmuck, der etwas zum Sagen hat. Er selbst hat uns auch etwas zu sagen – das könnt ihr hier nachlesen! Logo VON AU

Die Produkte von VON AU findet ihr hier >>

Was ist deine Geschichte? Wie kommst du dazu, Schmuck zu designen? Warum gerade Schmuck?

Ich kam eher zufällig zum Schmuckdesign. Nach meinem Industriedesign Studium am Joanneum in Graz habe ich zunächst im klassischen Produktdesign gearbeitet – mich dann aber entschieden, noch Kunst an der Universität für angewandte Kunst zu studieren. Dort habe ich hauptsächlich skulptural und installativ gearbeitet. Um mich zu finanzieren, habe ich damals angefangen für einem Wiener Juwelier als Freelancer Schmuck zu entwerfen.

Das Schmuckdesign hat sich für mich als die perfekte Schnittstelle zwischen Skulptur und Produkt herauskristallisiert. Eigentlich ist ein Ring ja nichts anderes als eine tragbare Skulptur. Formal ist man sehr wenigen Einschränkungen unterworfen. Die Mindestanforderung ist im Falle des Ringes ein Loch für den Finger. Natürlich lege ich großen Wert darauf Schmuck zu machen, der sich angenehm trägt und den Körper komplementiert und nicht stört, aber es bleibt eine Skulptur. Das ich dafür kein riesiges Wohnzimmer brauche, sondern sie am Körper tragen kann, macht den besonderen Reiz von Schmuck aus.

 Sebastian Vonderau

Wie kann man sich die Erstellung von Schmuck vorstellen? Welche Schritte müssen dabei gemacht werden?

Am Anfang steht bei mir meist eine ziemlich wage Idee, die ich auch eine Weile mit mir herumtrage, ohne konkret etwas zu entwerfen. Die Idee wächst und entwickelt sich bis sie konkret genug ist, um sie in einer Zeichnung festzuhalten. Danach gehe ich relativ schnell in ein 3D Programm und erstelle räumliche Modelle im virtuellen Raum. Über 3D Drucker erstelle ich immer wieder Prototypen, angefangen von den ersten Proportionsstudien bis hin zur fertigen Form. Die fertigen Designs werden in einem gießfähigen Wachs ausgedruckt und gegossen. Daraus werden die Master Modelle gemacht. Diese Master Modelle werden dann wieder abgeformt und die gewonnenen Formen werden für alle folgenden Stücke verwendet.

 

Wie lange dauert der Prozess bis zum fertigen Schmuckstück?

Ich lasse mir jeweils ein Jahr Zeit. Natürlich ginge das auch viel schneller. Ich habe mich aber dafür entschieden, jedes Jahr eine neue Kollektion zu produzieren, an die ich den Anspruch habe, dass sie lange Zeit im Programm bleibt. Ich lasse mir bewusst die Zeit, um etwas Beständiges zu entwickeln. Hinzu kommt, dass bei einer Kollektion nicht ein einzelnes Stück entworfen werden muss, sondern eine ganze Familie. Da gibt es viele Designschleifen, um ein stimmiges Gesamtbild zu erreichen. Ein Design, das für ein Stück funktioniert, macht noch keine ganze Kollektion. Es macht mir große Freude und mir ist wichtig, geschlossene Kollektionen zu entwerfen. Es ist immer wieder eine Herausforderung – am Ende entsteht aber ein klareres Statement, was Schmuck für mich ausmacht.

 

Was ist für dich der bedeutendste Moment beim Erstellen deiner Schmuckstücke?

Es gibt diesen Moment, da ist man sich plötzlich sicher, die formale DNA, die funktioniert, gefunden zu haben. Oft entwerfe ich ein oder zwei Stücke, die mir auch gut gefallen, aber irgendwie ist klar, dass es das noch nicht endgültig ist. Dann fängt man wieder von vorne an. Manchmal auch mehrmals. Aber es gibt dann doch so einen Moment, da weiß man einfach, dass man etwas gefunden hat. Das ist sehr schön. Allerdings fängt die harte Arbeit an diesem Punkt erst richtig an. Wenn das Design steht, ist ca 1/3 des Weges geschafft. Bis zur Serienreife gibt es noch viele Kämpfe.

 Kette VON AU

 

Woher nimmst du die Rohstoffe für den Schmuck?

Alle Stücke sind aus 925 Silber. Die Stücke werden in Oberösterreich produziert. Der Hersteller bezieht recyceltes Silber von einer Österreichischen Metall Scheideanstalt.

Durch die Produktion in Österreich und die Verwendung von Rohstoffen aus Österreich, sind nicht nur der Produktionsprozess auf höchstem Standard und der nachhaltige Einsatz von Ressourcen, sondern damit auch qualitativ hochwertige Produkte gewährleistet.

 

Was ist dir bei Schmuck wichtig?

Für mich muss Schmuck ein Statement sein. Ich mag expressiven Schmuck, auffällig und groß. Schmuck sollte herausfordern. Ich will Schmuck machen, der von der Trägerin eine bewusste Entscheidung erfordert und so zu einem wirklich individuellen Begleiter wird.

Daneben sind  die Qualität, Nachhaltigkeit und die angenehme Tragbarkeit die Basis.

 

Welches ist dein Lieblingsstück der Kollektion?

Der Ring SATOR. Dieser ist das „signature piece“ und war gleichzeitig das erste Stück der Kollektion. Trotz seiner Größe ist er sehr angenehm zu tragen. Letztlich ist die Kollektion als Ganzes das eigentliche Werk. Jedes Stück zeigt eine andere Facette der Grundidee.

Ringe VON AU

Was war die größte Herausforderung bei der Entwicklung der Marke VON AU? 

Das kann ich noch gar nicht sagen. VON AU ist noch ganz am Anfang und hat noch viel vor. Ich denke grundsätzlich ist es das Wichtigste und damit auch die größte Herausforderung, die richtigen Leute zu finden, die einem helfen, eine Marke aufzubauen und zu kommunizieren. Vom Produzenten über die Grafikerin bis hin zum Fotografen und all den anderen Leuten, die beteiligt sind. Und hier liegt auch der größte Spaß. Wenn man Menschen findet, die einen verstehen und mit einem zusammen etwas Größeres schaffen, als nur die Summe aller Beteiligten. Soweit haben wir ein sehr rundes und stimmiges Gesamtbild entworfen. Das Logo, die Fotos, das Model, die Schmucketuis und die Kollektion „Kadabra“ zeigen den Weg zu einem Label, wie ich es mir vorstelle. Eigenwillig, stilbewusst und besonders.

 

Wie sieht die Zukunft aus, planst du noch weitere Kollektionen?

Im Herbst wird die zweite Kollektion erscheinen. Diesmal wird es sehr kantig und schwarz. Als neues Material kommt Eisen hinzu. Für die neue Kollektion möchte ich den Prozess bis zur fertigen Serie mit allen Interessierten teilen. Ein erstes Foto gibt es schon auf Instagram (www.instagram.com/vavonau/) zu sehen.

Ansonsten gilt es die Marke VON AU auf- und auszubauen. Neben der Onlinevermarktung wollen wir auch verstärkt „offline“ vertreten sein. Ende 2017 soll ein österreich- und deutschlandweites Netzwerk an Verkaufsstellen aufgebaut sein. 

Hier kommt ihr zu den Produkten >>

Schmuck VON AU

FC: alle Fotos, Florian Lierzer

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